Stadtentwicklung Bergkamen

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20191114-Einwohneranregung Beversee - An
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Ausgabe des Westfälischen Anzeigers v. 25.10.2019

Durch den Antrag (Bürgeranregung n. § 24 Gemeindeordnung) des Aktionskreises v. 13.09.2019 ist die Erneuerung der seit 2016 abgebauten Beversee-Aussichtsplattform erst wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Ob der RVR seine nun gemachte Zusage (Fertigstellung im Frühjahr 2020) tatsächlich einhält, wird man noch sehen. Wir werden bei diesem Thema "am Ball" bleiben..

Dieses ist nur ein Beispiel dafür, wie wir als Bürger die "vor der Haustür" liegenden Themen aufgreifen müssen, um unser lokales Umfeld mitzugestalten. Die von der Politik u. Stadtverwaltung betriebene "Leuchtturmpolitik" mit "Wasserstadt Aden" oder "IGA-2027" werden für den einzelnen Bürger wenig bringen.

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20190913 ANTRAG BM Roland Schäfer Bevers
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IGA-2027 (Internationale Gartenausstellung Ruhr)

 

 

Literatur zum Ruhrgebiet, speziell zur IBA Emscherpark 1989-1999:

Roland Günther, "Im Tal der Könige", 4. erweiterte Auflage, 2000, Klartext-Verlag Essen

 

Bergkamen findet auf den S. 219-220 eine beson-dere Erwähnung unter dem Titel "Verfalls-Beispiel: Bergkamen".

Die fundiert vorgetragene Kritik beginnt mit den Sätzen: "Im Gegensatz zu den baukünstlerischen Ambitionen von Marl, Dorsten-Wulfen und Castrop-Rauxel entsteht eine banale und vielleicht auch deshalb erfolglose Planung... (gegen Ende dann) .. Es ließe sich nachweisen, daß eine komplexe und ästhetisch ansprechende Gestaltung weniger gekostet hätte. Häßlichkeit mag sich im Augenblick rasch verkaufen, weckt aber auch den Wunsch, von ihr loszukommen - durch Auszug oder Abriß. Nur Schönheit ist nachhaltig".

Verwaltung und Politik in Bergkamen setzen seit den 1990er Jahren darauf, mit öffentlichen Geldern (EU-/Bundes-/Landes-Programme) die Stadt als Logistikstandort an den Ausfahrten von BAB-1 und BAB-2 und als Tourismus-Standort in der Nachnutzung Bergbau bedingter Infrastrukturen (Datteln-Hamm-Kanal, 2 Kohlehäfen) bzw. Hinterlassenschaften (Bergehalde „großes Holz“) zu etablieren. Der Sportboothafen „Marina Rünthe“ existiert seit 1996 – das Groß-Projekt „Wasserstadt Aden“ sowie die Umgestaltung der Bergehalde „Großes Holz“ soll Anfang der 2020er Jahre abgeschlossen sein. All diese „Leuchtturm“-Projekte sind am Rande der Stadtteile gelegen und bedeuten eher, dass die „Zentren“ der einzelnen Stadtteile auf Dauer unattraktiv werden.