Stadtentwicklung Bergkamen

 

 

Literatur zum Ruhrgebiet, speziell zur IBA Emscherpark 1989-1999:

Roland Günther, "Im Tal der Könige", 4. erweiterte Auflage, 2000, Klartext-Verlag Essen

 

Bergkamen findet auf den S. 219-220 eine beson-dere Erwähnung unter dem Titel "Verfalls-Beispiel: Bergkamen".

Die fundiert vorgetragene Kritik beginnt mit den Sätzen: "Im Gegensatz zu den baukünstlerischen Ambitionen von Marl, Dorsten-Wulfen und Castrop-Rauxel entsteht eine banale und vielleicht auch deshalb erfolglose Planung... (gegen Ende dann) .. Es ließe sich nachweisen, daß eine komplexe und ästhetisch ansprechende Gestaltung weniger gekostet hätte. Häßlichkeit mag sich im Augenblick rasch verkaufen, weckt aber auch den Wunsch, von ihr loszukommen - durch Auszug oder Abriß. Nur Schönheit ist nachhaltig".

Verwaltung und Politik in Bergkamen setzen seit den 1990er Jahren darauf, mit öffentlichen Geldern (EU-/Bundes-/Landes-Programme) die Stadt als Logistikstandort an den Ausfahrten von BAB-1 und BAB-2 und als Tourismus-Standort in der Nachnutzung Bergbau bedingter Infrastrukturen (Datteln-Hamm-Kanal, 2 Kohlehäfen) bzw. Hinterlassenschaften (Bergehalde „großes Holz“) zu etablieren. Der Sportboothafen „Marina Rünthe“ existiert seit 1996 – das Groß-Projekt „Wasserstadt Aden“ sowie die Umgestaltung der Bergehalde „Großes Holz“ soll Anfang der 2020er Jahre abgeschlossen sein. All diese „Leuchtturm“-Projekte sind am Rande der Stadtteile gelegen und bedeuten eher, dass die „Zentren“ der einzelnen Stadtteile auf Dauer unattraktiv werden. 

Postkarten-Aktion

Die vom Aktionskreis speziell erstellte Postkarte dazu - mit Adresse "Stadt Bergkamen/Bürgermeister" - liegt in einzelnen Geschäften an der Rünther Str. aus und soll in den nächsten Wochen und Monaten von möglichst vielen BürgerInnen in Rünthe abgeschickt werden, um die Forderung nach "mehr Leben" in Schacht-III zu unterstützen. 

Nähere Informationen gibt es auch unter dem Bergkamener Info-Blog.